Freitag / 19.01.2018 / 20:00 Uhr

Get Back

GetBack

Die „Get Back-Story“

1980 gründete sich die Münsteraner Beat-Band „Get Back".

Schlagzeuger Bill Gröschke, Sänger Hartmut Wendt und Keyboarder Volkhard Plettrichs waren der „harte Kern“. Volkhard „Pletti“ Plettrichs war frisch von der Nordseeküste zugezogen und wollte in seiner neuen Heimat wieder „zicken“, wie das damals unter Jazz, Skiffle und Beat-Musikern hieß. Gitarrist Christian „Krickie“ Heinz kam wenig später hinzu. Er und Bill Gröschke waren schon in den frühen Sechzigern als unschlagbares Kickerteam Legende in Münsters „Snack Bars“ und bereits in dieser Zeit machten die beiden sich auf, im Kielwasser ihrer Idole, den Beatles, Kinks und Stones, Ruhm und Ehre mit dieser neumodischen Beatmusik zu erlangen.

Sänger Hartmut „Ringo“ Wendt, hatte schon als Sänger der Bands „The Lightnings“ und „Mustangs“ einige Lorbeeren geerntet, zeitweise begleitet von einem Gronauer Trommler namens Udo Lindenberg und Steffi Stephan am Bass. Bassist bei „Get Back" wurde Detlev Jöcker, der in den Achtzigern seine äußerst erfolgreiche Karriere als Kindermusikant startete und 1984 von Walter Stöver ersetzt wurde. Der hatte in den Jahren zuvor mit der „Törner Stier Crew“ am großen Erfolg geschnuppert und war nach Stiers Weggang als Bassist unausgelastet. „Beat im Sound der Sechziger Jahre“ war und ist das musikalische Konzept von „Get Back".

Der Name entstand in Anlehnung an den bekannten Beatles Song. Die äußerst impulsiven Auftritte der Band kamen beim Publikum sehr gut an und auch die Veranstalter, häufig Inhaber von Musikkneipen, freuten sich immer sehr über die zahlreiche und äußerst trinkfeste Klientel der Band. Über viele Jahre hinweg wurden zwei feste Termine zum Kult bei den „Get Back" Fans: Der Tanz in den Mai in der „Wienburg“ und der Heiligabend-Frühschoppen im „Bullenkopp“.

Dass „Get Back" immer zu fröhlichstem Feiern animieren, sprach sich irgendwann bis zu den Veranstaltern des Bonner Bundespresseballs herum und ab 1984 war „Get Back" ein unverzichtbarer Teil dieser illustren Festivität. Immer wenn die Damen und Herren Schicksalsgestalter der Bundesrepublik genügend „vorgeglüht“ hatten, wurde ab dem späteren Abend vor der „Get Back" Bühne wild abgehottet. Die Musiker staunten da manchmal nicht schlecht, zu welch ekstatischen Höhepunkten die sonst so souverän erscheinenden VolksvertreterInnen kommen konnten. Spezieller Fan der Band wurde in Bonn der US-Botschafter Richard Byrd. Der lud „Get Back" mehrfach zu Feiern in sein Privatdomizil am Rhein ein. Bei diesen Gelegenheiten ließ er sich dann auch nicht nehmen, als Gastsänger aufzutreten. Kurz vor der Jahrtausendwende löste sich die Band auf.

Als der Gitarrist Christian „Krickie“ Heinz im Jahr 2009 starb, gab es eine „Reunion“ für ein Konzert zu Ehren des ehemaligen Bandkollegen. Otto Rasche (Ex-Gebrüder Engel) übernahm dabei den Gitarrenpart. Nach diesem „Konzert für „Krickie“ fanden die in die Jahre gekommenen Musiker, dass gelegentliche „Familientreffen“ auf kleinen Bühnen doch keine so schlechte Idee wären. So kam es dann, dass doch noch ab und an „Get Back"-Gigs stattfanden. Bei den letzten Auftritten wurde die Band zusätzlich durch den bekannten Münsteraner Sessionmusiker Detlef Antemann verstärkt.

Am 14.10.2017 starb auch Keyboarder und Gründungsmitglied Volkhard „Pletti“ Plettrichs. Ihm zu Ehren soll am 19. Januar 2018 das „Konzert für Pletti“ im Jovel Club stattfinden. Als Gastkeyboarder unterstützt Charlie Steinberg (STIER) die Band. Der Ertrag der Veranstaltung wird dem Palliativnetz Münster gespendet.

Einlass:19.01.2018 19:00 Uhr
Beginn:19.01.2018 20:00 Uhr
Kosten:AK 15,00 €
Tickets:
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